Allgemeine Informationen

Asiatische Hornisse breitet sich aus – bitte melden, nicht selbst eingreifen!

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) breitet sich weiterhin in Nordrhein-Westfalen aus. Um Schäden an der heimischen Tierwelt möglichst gering zu halten, ist die Mithilfe der Bevölkerung wichtig.

Wichtig: Wer ein Nest entdeckt, sollte nicht selbst eingreifen!

👉 Meldung im privaten Bereich (z. B. Garten, Haus, Grundstück):

Bitte melden Sie Ihre Sichtung mit Foto und Fundort über den „Hornissen-Melder“ im Beteiligungsportal NRW an die Untere Naturschutzbehörde:

https://beteiligung.nrw.de/portal/kreiskleve/beteiligung/themen/1023359

👉 Meldung im öffentlichen Raum (z. B. Straßen, Parks, öffentliche Flächen):

Bitte wenden Sie sich direkt an das Ordnungsamt der Gemeinde Rheurdt über den Mängelmelder (Kategorie „Asiatische Hornisse“):

https://beteiligung.nrw.de/portal/rheurdt/beteiligung/themen/1012074

Wer ist für die Beseitigung zuständig?

Bei Nestern auf privaten Grundstücken sind die jeweiligen Eigentümer verantwortlich. Die Entfernung darf ausschließlich durch zertifizierte Fachbetriebe mit entsprechender Schutzausrüstung erfolgen. Die Untere Naturschutzbehörde unterstützt bei der Vermittlung geeigneter Fachleute.

Tipp: Klären Sie vorab mit Ihrer Hausrat- oder Gebäudeversicherung, ob Kosten übernommen werden.

Erkennungsmerkmale und Verhalten

Die Asiatische Hornisse ist überwiegend schwarz gefärbt und etwas kleiner als die heimische, eher braun-orange Hornisse. Aufgrund der Verwechslungsgefahr gilt: Bitte nicht eigenständig handeln.

Stiche sind für gesunde Menschen in der Regel nicht gefährlicher als die von Bienen oder Wespen, aber schmerzhaft. Die Tiere greifen meist nur an, wenn ihr Nest gestört wird.

Nestentwicklung im Jahresverlauf

• Frühjahr: kleines, kugelförmiges Embryonalnest an geschützten Orten

• Frühsommer: wachsendes Primärnest in Gebäuden oder niedriger Vegetation

• Ab Frühsommer: großes Sekundärnest in Baumkronen (bis zu 80 cm)

Hintergrund

Die ursprünglich aus Südostasien stammende Art wurde vor über 20 Jahren nach Europa eingeschleppt und hat sich seitdem stark verbreitet. Im Kreis Kleve wurden erste Nester im Jahr 2023 nachgewiesen. Seit 2025 gilt die Asiatische Hornisse in Deutschland als weit verbreitet – eine vollständige Ausrottung ist daher nicht mehr realistisch. Im Fokus stehen Monitoring und gezielte Eindämmung.