Ortsteil Kengen

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  • 47509 Rheurdt

Allgemeines

Als uraltes Kulturland kann man wohl die fruchtbare Landaue bezeichnen, welche sich zwischen dem niederrheinischen Höhenzug im Osten, Schaephuysen und Finkenberg in Süden, die Meerendonk im Westen sowie die Sevelener- und Vluynheide im Norden erstreckt.
Politisch gehört Kengen mit 40 Höfen zur Gemeinde Rheurdt, mit je zwei Höfen zu Aldekerk und Vernum (zusätzlich ein Haus), mit Dreien zu Eyll und schließlich  (1965 neuerdings) mit zwei Häusern zu Sevelen.
Kirchlich gehört Kengen zu den Pfarreien Rheurdt, Aldekerk und Sevelen, nachdem verschiedene Höfe (1965 in letzter Zeit) nach Aldekerk umgepfarrt wurden. Besiedelt wurde Kengen in ältester Zeit wohl von den Germanen, welche sich mit den bei der Völkerwanderung zwischen Rhein und Maas nordwärts ausweichenden Kelten aus dem Quellgebiet von Maas und Mosel vermischten. Von Karl dem Großen wurde die spätere Vogtei Geldern, zu welcher Kengen gehörte, der Abtei Werden geschenkt.
Das heutige Kengen begegnet bei der Festlegung der Pfarrgrenzen zwischen Aldekerk und Nieukerk 1274 in der Form des Zeugen Werner van Kedingen. In diesem Namen wird bereits die abgeschliffene Form eines fränkischen Heim-Namens zu sehen sein (Kedinchem, -heim). Also das Heim (Haus oder Hofstätte) eines Kedi/Kedin, worunter sich ein Eigenname des begründenden Siedlers verbergen dürfte.
1344 und noch 1450 wird ein solcher Hof Kedingen (curte Kedingen) genannt, der Abgaben an das Münsterstift in Roermond zu leisten hatte. Laut Michael Buyx (1795-1882) soll es sich bei diesem Ursprungshof um den Boschmanshof (heute Kengen Nr. 17) gehandelt haben.

 

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