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Projekt: Artenreiche Gärten im Ökodorf Rheurdt

31.01.2019

Hinweise und Tipps
für Gartenbesitzerinnen und –besitzer

 

Die im Jahr 2018 gegründete Projektgruppe „Artenreiche Gärten“ lädt alle Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer ein, einen Beitrag zum Insektenschutz und zur Erhaltung der Artenvielfalt zu leisten!

Logo zur Artenvielfalt 2018
Denn der Insektenschwund hat negative Folgen: neben einer allgemeinen Artenarmut kommt es im Besonderen zu einem Rückgang der Bestäubungsleistung. Gerade hierin liegt die besondere Bedeutung von Insekten. In Deutschland sind rund 80% der heimischen Wild- und Kulturpflanzen auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Floristische Artenvielfalt wäre ohne bestäubende Insekten nicht möglich.

Daher muss es das gesellschaftliche Ziel sein, den Insektenschwund aufzuhalten. Auch der heimische Garten kann bereits mit einfachen Mitteln in eine Heimat für viele verschiedene Tierarten verwandelt werden. So kann jeder Hobbygärtner auf kleiner Ebene zur Artenvielfalt beitragen und vom zeitigen Frühjahr bis zum Spätherbst Nahrung und Wohnraum für die Insekten anbieten.

Im Einzelnen gibt die Projektgruppe die folgenden Tipps:

Auswahl der Gehölze und Bodendeckung

  • Blütenreiches „Insektenbuffet“ anbieten, möglichst über das ganze Jahr verteilt.
  • Neben Blumenwiesen können Stauden und Bodendecker eingesetzt werden.
  • Zahlreiche Pflanzen sind bienenfreundlich (siehe Link unten).
  • Obstbäume pflanzen.
  • Gartenbereiche durch Sträucher und Hecken abgrenzen.
  • Wildkräuter, Kräuter und die Anlage eines Nutzgartens bereichern die Artenvielfalt im Garten.
  • Hochbeete können den Garten gestalterisch aufwerten.
  • Bei vorhandenen Dachflächen könnte geprüft werden, ob eine Dachbegrünung möglich ist.

Bei der Auswahl sollte man möglichst heimische Pflanzen bevorzugen.  

Mit Gartenelementen Lebensräume schaffen
Mit verschiedenen Gartenelementen können viele Lebensräume für Insekten, heimische Vögel und Reptilien geschaffen werden. Beispiele hierfür sind Nistkästen, Insektenhotels, Trockenmauern und Trockenbiotope. Auch der Rückschnitt der Obstbäume müsste nicht weggehäckselt, sondern könnte in einer Gartenecke aufgeschichtet werden – ganz einfach, ganz günstig!

Darüber hinaus bieten auch bereits kleinste Wasserflächen Lebensräume für die Tierwelt.
Denn Wasser ist lebensnotwendig – auch für Tiere und Insekten im Garten.

Bewirtschaftung
Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel – das ist ebenso ein sehr wichtiger Beitrag zu einem artenreichen Garten und zu einer insektenfreundlichen Umwelt!

Mit einer naturnahen Gartengestaltung können alle Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer aktiv die ökologischen Rahmenbedingungen positiv beeinflussen. Machen Sie mit!

Folgende Links bieten weitere Informationen

http://www.vfguh-schaephuysen.de/

https://www.nua.nrw.de/aktuelles/artikel/1627-bluehende-vielfalt-im-vorgarten-muss-es-denn-immer-schotter-sein/detail/

https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Broschueren/Bienenlexikon.html

 

Projektgruppe Artenreiche Gärten im Ökodorf Rheurdt

Maria Cöhnen, Conny Goetzens, Frank Hoffmann, Thomas Höhn, Claudia Koschare, Christoph Osten, Heike und Dietmar Schäfers, Claudia Stränger